Buchvorstellung: The Secret of Shelter Cove (Die Secret Reihe 1) von Casey Stone und Christine Troy

06:00

Casey Stone und Christine Troy haben sich zusammen getan und uns mit "The Secret of Shelter Cove" eine wunderschöne Romantasy Story geschrieben. Der Beginn einer neuen Reihe.

Kurzbeschreibung:
Bestsellerautor J.D. Anderson ist der Hype um seine Person zu viel geworden. Seit Monaten kämpft er mit einer Schreibblockade, die ihn nicht mehr zur Ruhe kommen lässt. Unausweichlich sieht er sich mit dem Gedanken des Rückzuges aus der Öffentlichkeit konfrontiert, um sein Problem in den Griff zu bekommen.
Er beschließt sich ins Ferienhaus seines Managers im idyllischen Shelter Cove zurückzuziehen. Kaum angekommen, entdeckt er eine geheimnisvolle Einbrecherin, die ihre kompletten Erinnerungen verloren hat. Doch was verbirgt die hübsche Fremde und wird ihr Geheimnis der Stoff für den nächsten Bestseller des Künstlers, in dem er selbst zum Helden werden könnte?

Meinung:
Das ist mal ein Cover! Es sticht sofort ins Auge und macht Lust auf das Buch. Die Aufteilung ist super und die Frau ist einfach nur wunderschön auch der Fischschwanz ist zu erkennen.
Die Geschichte geht dann auch gleich sehr spannend los und man wird sofort gefesselt und muss unbedingt weiter lesen. Wer ist die wunderschöne Fremde, die in das Ferienhaus eingebrochen ist. Diese Frage stellt sich J.D. Anderson. Er ist Schriftsteller und ein Traum von einem Mann. Wunderschön, heiß und dazu noch sehr einfühlsam. Er kümmert sich um die Einbrecherin und beide kommen hinter ein Geheimnis, dass ihr Leben verändern wird.
Die Schreibstile von Christine Troy und Casey Stone harmonieren perfekt. Sie schaffen es beide den Leser in den Bann zu ziehen und nicht mehr los zu lassen. Die Geschichte ist sowohl romantisch und sehr gefühlvoll, als auch sehr spannend und dramatisch. Eine gelungene Mischung in der sich die Spannung steigert und sich in einem großen Knall entlädt.
Aber auch die sinnlichen und heißen Sexszenen fehlen nicht. Es handelt sich hier um eine Romantasy, wobei der romantische Teil und die Liebesgeschichte überwiegt. Also auch eine Geschichte für nicht so große Fantasy Fans.

Fazit:
Fantastisches Buch und sehr gelungenes Gemeinschaftswerk. Ich hoffe, dass beide noch weiter Geschichten zusammen schreiben.

Leseprobe:
Prolog
Mit einem Rauschen bricht die Welle über mir, drückt meinen Körper unter Wasser. Ich bin kraftlos und ausgezehrt, doch ich weiß, dass ich nicht aufgeben darf. Wenn ich diesem Wahnsinn entkommen will, muss ich weiterkämpfen! Ich bin schon so weit gekommen … nur noch ein Stück! Verzweifelt strample ich an die Oberfläche, ringe nach Atem. Der Sturm ist gnadenlos, peitscht Regen und Salzwasser in mein Gesicht. Es ist, als wollten mich die Elemente für meine Entscheidung bestrafen. Für das, was ich Ihm damit angetan habe.
Erneut erfasst mich eine Welle und drückt meinen Körper in die pechschwarze Tiefe hinab. Als ich mich dieses Mal an die Oberfläche kämpfe, weiß ich, dass die Natur mich besiegen wird. Dennoch schwimme ich weiter, blende die Furcht, die wie ein Stein auf mir lastet, aus und zwinge meinem Körper das letzte bisschen Kraft ab.
Und dann, endlich, sehe ich Land. Da, in der Ferne, erstreckt sich eine karge Landzunge. Dahinter erkenne ich im fahlen Licht des Mondes einen Wald und … eine weitere Welle erfasst meinen entkräfteten Körper. Das Bild der Küste zerreißt und Dunkelheit umfängt mich.

Ein scharfes Brennen in meiner Kehle lässt mich hustend und spuckend erwachen. Ich liege an einem Kiesstrand. Mit pochender Schläfe setze ich mich auf, bemerke, wie die See unweit von mir tobt. Sie ist wie ein wildes Tier – gurgelt und wirft schäumende Wellen ans Ufer. Ich drehe den Kopf, hinter mir steht ein von Nadelbäumen umgebenes Haus, in dessen Fenstern sich das Mondlicht spiegelt.
Als ich schließlich an mir herabblicke, bemerke ich, dass ich vollkommen nackt bin. Aber wie kann das sein? Wie komme ich hier her? Und was noch viel wichtiger ist: Wer bin ich?


Leseprobe Kapitel 1:
J.D. | Royce Hall, University of California – L.A.
Kreischende Stimmen und klatschende Hände dröhnen durch meinen Kopf. Obwohl mir nicht danach war, habe ich mich zu einer Lesung mit anschließender Signierstunde hinreißen lassen – an der größten Universität unseres Bundesstaats.
Es starren mich gefühlt tausende Augenpaare an, während ich aus meinem letzten Roman ‚Glück ist kein Zufall’ vorlese. Der kam vor einem Jahr heraus und seitdem habe ich nicht ein Wort mehr geschrieben. Okay, meinen Namen vielleicht, auf T-Shirts, Postern oder gestellten Fotos von mir. Was niemand weiß, ich bin ausgebrannt, habe keine Ideen und noch weniger Motivation. Anders gesagt, ich bin am Arsch. Nicht finanziell, darüber werde ich mich am allerwenigsten beklagen. Ich würde gerne wieder etwas schreiben, nur weiß ich nicht worüber. Stundenlang sitze ich vor meinem Mac, starre auf den Bildschirm und lasse mich vom blinkenden Cursor hypnotisieren.
»Ladies and Gentleman, die Lesung ist damit beendet. Jetzt haben Sie noch die Gelegenheit, mit dem Bestsellerautor J.D. Anderson ein Foto zu machen oder eine signierte Autogrammkarte zu ergattern«, erklärt mein Agent, Manager und bester Freund Scott. Es dauert einen Moment, bis der Applaus der Absolventen abebbt.
»Gleich hast du es geschafft«, flüstert mir Scott ins Ohr. Vor mir auf dem Tisch liegen dutzende Bücher, Autogrammkarten und Merchandise Artikel, die jetzt noch an die Studenten verteilt werden wollen. Professionell wie immer ziehe ich das Ding durch und dann werde ich mit ihm sprechen. Ich brauche eine Auszeit, muss mal raus aus L.A. Am besten steige ich in den nächsten Flieger, egal wohin er geht.
»Hey, wo steckst du mit deinen Gedanken?«, reißt mein Manager mich aus selbigen heraus. Vor mir steht eine lächelnde junge Frau, die meinen aktuellen Roman in den Händen hält. Nachdem sie davon geschwärmt hat, wie wundervoll sie die Story findet, bittet sie um eine persönliche Signatur. Ich frage nach ihrem Namen und erfülle ihren Wunsch. Anschließend machen wir zusammen ein Foto und es geht direkt weiter. Die Schlange vor dem Tisch ist lang, was mich stresst. Jeder möchte von mir den nächsten Bestseller, den ich im Moment aber nicht liefern kann.
Zwei Stunden funktioniere ich, wie man es von mir erwartet, bis ich es endlich hinter mir habe.
»Was ist los mit dir, Mann? Du wirkst so einschläfernd«, bewertet Scott meinen Auftritt an der Universität.
»Lass uns später darüber reden. Können wir erst einmal unseren Kram einpacken und verschwinden?«
»Alles, was Sie wollen, Mr. Bestsellerautor.« Zügig verpacken wir alle übriggebliebenen Sachen in Kartons und bringen sie hinaus. Er kam dafür extra mit seinem Van, um das ganze Zeug transportieren zu können.
Wenig später ist alles verstaut, sodass ich eigentlich die Kurve kratzen könnte. Allerdings müssen wir noch über diese eine Sache sprechen.
»Scott, ich brauche eine Pause«, sage ich und habe damit sofort seine volle Aufmerksamkeit.
»Wie meinst du das?«
»So, wie ich es gesagt habe. Eine Pause, einen Break, eine Auszeit. Was verstehst du daran nicht?«
»Schon klar, J.D. Was sind die Gründe dafür?«
»Ich bin ausgebrannt, habe seit Monaten nichts mehr geschrieben und mich kotzt das Großstadtleben im Moment einfach nur an. Kannst du alle Termin für die nächsten vier Wochen absagen?« Es wird ihm nicht gefallen, dennoch brauche ich diese Zeit, für mich, ganz allein.
»Schwierig, aber machbar. Warum hast du nicht früher was gesagt?« Ich hebe kurz meine Schultern. Seit dem letzten Erfolg wurde mir der ganze Trubel um meine Person mit jedem vergangenen Tag zu viel. Jeder wollte irgendetwas von mir. Fotoshootings, Interviews bei Radiosendern, Signierstunden – am besten im Monatsabo. Hier hinfahren und dort vorbeischauen.
»Ich begebe mich gleich zum LAX und nehme den nächsten Flug, egal wohin«, informiere ich ihn.
»Ohne Klamotten und alles andere?«
»Nein, Mann, die habe ich schon für die nächsten zwei Wochen im Kofferraum.« Kopfschüttelnd legt Scott sein Veto ein.
»Ich mache dir einen besseren Vorschlag«, beginnt er. »Erinnerst du dich noch an die Villa meiner Eltern in Secret Cove, wo wir vor ein paar Jahren mal waren?« Ich muss kurz überlegen, dann fällt es mir wieder ein und ich nicke ihm stumm zu. Dieses Haus ist der Hammer. Direkt an der Küste gelegen, umgeben von tiefen Wäldern und weit ab vom Schlag.
»Ist lange her«, antworte ich knapp.
»Dann tu mir einen Gefallen. Das Ding ist am Arsch der Welt und meine Eltern wollen es loswerden. Bevor sie es verkaufen, nimm dir die nächsten zwei Wochen, ruh dich dort aus, geh wandern oder am Strand spazieren. Vielleicht hilft dir das, einen klaren Kopf zu bekommen und deine Inspiration wiederzufinden. Falls dir langweilig wird, kannst du auch gerne den Staubwedel schwingen.«
»Das sind aber zwei Gefallen.«
»Na wenigstens deinen Humor hast du behalten. Komm schon, J.D., es ist die Gelegenheit. Ich sage Mum und Dad Bescheid, dass wir uns ihren kleinen Privatjet für ein paar Stunden ausleihen. Du kannst direkt in Shelter Cove aussteigen und ich fliege wieder zurück«, schlägt Scott vor. Daran hatte ich nicht mehr gedacht, sein Vorschlag gefällt mir. Diese Hütte ist nicht von schlechten Eltern, sehr luxuriös eingerichtet, aber eben, wie er schon sagte, am Arsch der Welt. Ich bezweifele, dass sie einen Käufer dafür finden werden.
»Lass mich dein Angebot noch optimieren. Ich bleibe so lange dort draußen, bis ihr die Villa verkauft habt oder ich mein nächstes Buch fertig geschrieben habe.«
»Deal«, platzt es aus meinem Freund heraus, der mir sofort seine Hand entgegenstreckt. Ich schlage ein und plötzlich kramt er in seiner Tasche, aus der er etwas hervorholt.
»Damit kommst du rein«, sagt er und hält mir einen Schlüssel entgegen. »Du musst erst die Pumpe einschalten, sonst hast du kein Wasser, weder im Klo, noch in der Dusche.« Er erklärt mir, wo ich was finde. Zu guter Letzt schreibt er mir noch die Adresse auf, sodass ich auch den Weg finde.
»Ich rufe schnell Mum und Dad an.«
»Lass gut sein, Bro, das würde zu lange dauern. Ich fahre direkt nach Shelter Cove.«
»Dir ist schon klar, dass das 600 Meilen und ein Ritt von zehn Stunden sind?«
»Perfekt, dann bin ich um Mitternacht dort«, erwidere ich mit einem Lächeln. Gut, dass wir darüber gesprochen haben. Mit dieser Lösung kann ich mich arrangieren und habe dann womöglich ein paar Wochen meine Ruhe.
»Brauchst du irgendwas, J.D.?«
»Ich habe alles dabei«, antworte ich. Auch wenn ich lange keine Zeilen mehr produziert habe, ist mein tragbarer Computer mir immer ein treuer Begleiter. Ohne ihn gehe ich selten irgendwo hin. Man sagt auch Autorenkrankheit dazu. Davon mal abgesehen, Zettel und Stift sind nicht meine bevorzugten Schreibmittel.
»Sammle unterwegs noch ein paar Lebensmittel ein, der kleine Supermarkt in Shelter Cove macht um sechs Uhr zu.«
»Danke, Scott. Ich rufe dich morgen früh an.«
»Mach das, ich kümmere mich hier so lange um alles. Halt die Ohren steif, Bro.« Er streckt mir seine Faust entgegen, die ich mit meiner geballten Hand anstoße.
Minuten später verlasse ich das Universitätsgelände und mache mich auf den Weg nach Norden. Zehn Stunden Fahrt sind ein Klacks, denn ich habe ein wunderbares Ziel vor Augen.


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