Buchvorstellung: Taylor Helden sterben einsam

06:00

Diesmal hat uns Tanja Hagen eine wahre Geschichte aufgeschrieben und erarbeitet. "Taylor Helden sterben einsam" ist ein Buch, das mich sehr bewegt.

Kurzbeschreibung:
Taylor Harson, Navy SEAL und liebevoller Vater wagt den Spagat zwischen Beruf und Familie. Er versucht klare Grenzen zu ziehen und doch verändert ihn das Leben als Soldat. Immer öfter kommt der SEAL heim und der Vater und Ehemann bleibt in den Kriegsgebieten zurück. Als Logan Collister einen getöteten Kollegen im Team ersetzt, ist die Welt wieder in Ordnung. Taylors Kinder lieben seinen Kollegen und er bildet sich ein, wieder der Mann zu sein, den seine Frau geheiratet hat. Doch dann reißen Logans Tod und ein gegebenes Versprechen ihn in einen Sog, der ihn nicht mehr freigeben will.

Meinung:
Ich finde das dieses Cover sehr gut zu der Geschichte passt.

Taylor Harson, ist ein Navy Seal, der stolz ist sein Vaterland zu verteidigen und der es gewohnt ist Kollegen zu verlieren. Er hat in seinen unzähligen Einsätzen sehr viel erlebt. Seine wunderbare Familie will er aber dies alles ersparen und erzählt nichts von dem, was im Einsatz passiert ist und versucht die Erlebnisse während seiner Zeit daheim zu verdrängen und für seine Familie, die er über alles liebt da zu sein. Es wird aber immer schwerer diesen Spagat zu meistern und als dann noch sein bester Freund Logan stirbt, fällt er in ein Loch.
Diese Geschichte hat mich sehr berührt, da eine wahre Story dahinter steckt. Tanja Hagen schafft es wunderbar die Gefühle und die Gedanken von Taylor zu beschreiben. Man fühlt mit ihm und merkt, wie die psychische Belastung ihn immer mehr auffrisst. Man merkt seinen Zwiespalt und das er gerne wieder der Alte wäre. Aber leider schafft er es nicht.

Ich habe am Ende des Buches Rotz und Wasser geheult, so sehr hat mich diese Geschichte berührt, da sie sehr heftig, aber auch unheimlich gut ist. Ich finde, dass sie erzählt gehört. Taylor Harson steht stellvertretend für ganz viele Soldaten, denen es ähnlich geht und die jeden Tag kämpfen. Diesen tapferen Männern und Frauen gehört ein Denkmal gesetzt. Ich finde, dass Tanja Hagen dies mit ihrer Geschichte geschafft hat.

Fazit:
Ein absolut lesenswertes Buch, das einen Helden ehrt, der leider den härtesten Kampf, den mit sich selbst verloren hat. 

Mehr Infos zu Tanja Hagen und ihren Büchern findet ihr auf ihrer Hompage.

Leseprobe:
»Was hältst du davon, wenn du sie heute Abend hier zum Essen einlädst? Ob Taylor nun für uns drei und die Kids Fleisch auf den Grill legt oder für eine Person mehr, ist egal. Ich würde mich freuen, sie kennenzulernen.« Der Vorschlag sprudelte aus Eva heraus, ehe Taylor sie aufhalten konnte. Mit den Augen rollend sah er sich schon eine Flasche Whiskey als Entschädigung kaufen. »Ich weiß nicht, Eva. Es ist noch nichts Festes.« Logan ließ die Kinder stehen und kam auf sie zu. Immer noch bohrte sich der Blick des dunkelblonden Mannes wie ein Kampfmesser in Taylor. »Na, was noch nicht ist, kann ja noch werden. Ruf sie an und frag sie. Heute Abend ab Sieben - oder was denkst du, Teddy?« Taylor stieß einen zischenden Ton aus. Er konnte es nicht leiden, wenn Eva ihn in Anwesenheit anderer bei seinem Spitznamen nannte. Logans Mundwinkel hoben sich schadenfroh. »Wenn Logan das nicht möchte, akzeptiere das bitte, Eva.« Taylor löste seinen Blick nicht von Logan. Zu gerne hätte er gewusst, was sein Kollege gerade dachte. »Doch, doch, ist okay, Teddy. Ich ruf sie an.« Grinsend löste Logan seinen Blick und zog sein Handy aus seiner Gesäßtasche. Von Taylor fiel ein tonnenschweres Gewicht ab, als sein Kollege ihn endlich nicht mehr anstarrte. Am späten Abend zogen sie sich zu viert in die Wohnung zurück. Die Kinder waren seit Stunden im Bett, was nicht geklappt hätte, wenn sie Logan nicht davon überzeugt hätten, ihnen vorzulesen. Nie hätte Taylor gedacht, dass Logan zum einen Chrissy zum Essen einladen und zum anderen vor ihren Augen den Kindern vorlesen würde. Aber sie alle hatten es genossen, seiner Stimme zu lauschen. Jedes seiner Worte hatten sie gierig aufgesogen, als er im Schneidersitz vor ihnen auf dem Rasen gesessen hatte. Für wenige Seiten waren sie gemeinsam vor dem Alltag geflüchtet. Eva hatte in Taylors Armen gelegen und die Kinder hatten sich an Chrissy gekuschelt, als würden sie sie schon ewig kennen. Gemeinsam mit Peter Pan und Wendy hatten sie Abenteuer im Nimmerland erlebt, bis Thomas eingeschlafen war. Es war unglaublich, wie es Logan immer wieder gelang, die Kinder mit seiner Stimme gefangen zu nehmen und für eine Ruhe zu sorgen, die nicht mal Eva oder er in Brian und Thomas hervorrufen konnte. Taylor war positiv überrascht von Chrissy. Die dunkelhäutige Frau hatte samtweich schimmerndes Haar und verteilte auf ihren knapp einssiebzig jede Rundung an der richtigen Stelle. Sie studierte, wie Eva vor Jahren, Jura und die Frauen hatten sehr schnell festgestellt, dass an der Uni immer noch dieselben Professoren ihr Unwesen trieben. Überhaupt verstanden sich die Frauen bestens. »Na, ist es was Ernstes zwischen dir und Chrissy?« Taylor zog Logan hinter sich her in den Wohnbereich, während die Frauen in der Küche einen Mitternachtsimbiss zubereiteten. »Von meiner Seite ja, aber sie hat Bedenken wegen meines Jobs. Aber das muss ich dir ja nicht erklären.« Gefrustet sank Logan auf die Couch und sah zu Chrissy hinüber. »Stimmt, da bin ich der falsche Ansprechpartner. Ich hab mir Evas Unmut zugezogen, weil ich um zehn Jahre verlängert habe.« »Wollte sie, dass du aufhörst?« Mit hochgezogenen Augenbrauen sah Logan ihn an.


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