Buchvorstellung: Operation zweite Chance (Team I.A.T.F 6)

09:00

Tanja Hagen hat mit "Operation zweite Chance (Team I.A.T.F 6)" den sechsten Teil der I.A.T.F. Reihe heraus gebracht.

Kurzbeschreibung:
Lyndsay Roberts ist mit ihren Nerven am Ende. Im Dschungel von Guatemala durchlebt ihre Freundin als Gefangene eines skrupellosen Drogenhändlers die Hölle auf Erden. Die Zeit drängt und die offiziellen Stellen sind zu langsam. Lyndsay weiß sich keinen anderen Rat mehr und bittet Roderick Rodriguez um Hilfe - den Mann, den sie seit Monaten von einem Gerichtstermin zum nächsten jagt.
Doch in Guatemala angekommen, muss nicht nur Rod feststellen, dass der Preis für den Einsatz schlagartig gestiegen ist. Auch für Nathan geht es plötzlich um sehr viel mehr.
 
Meinung:
Das Cover passt wieder perfekt zu den anderen aus dieser Reihe. Man kann auch gut die zwei Frauen erkennen, um die sich der Großteil der Geschichte dreht.
Diesmal stehen Rod und Nathan im Mittelpunkt. Vor allem Rod hat es nicht leicht. Er muss sich mit Lyndsey Roberts rum ärgern, die nachdem sie ihn von einem Gerichtstermin zum nächsten gejagt hat, nun um seine Hilfe bittet. Auch wenn er sie lieber zum Teufel jagen würde, machen sich sein Team und er auf nach Guatemala um ihre Freundin und deren Kollegen zu retten. Dort angekommen muss auch Nathan feststellen, dass ihn seine Vergangenheit einholt. Was genau es ist, das müsst ihr selber lesen.
Ich liebe dein Schreibstil und die Geschichte von Tanja Hagen. Sie sind spannend, actionreich, aber auch mit viel Liebe, Romantik und auch Erotik. Sie schafft jedesmal die perfekte Mischung, so dass ich am liebsten die ganze Zeit mit dem Team verbringen würde. Jedesmal heißt es dann aber leider wieder warten auf den nächsten Teil. 
 
Fazit: 
Wieder ein weiterer sehr spannender Teil, der uns wieder zwei Männer aus dem Team näher gebracht hat. 

Leseprobe:
Ein Rascheln ließ sie herum fahren. Damit rechnend, dass es die Männer waren, die sie seit Stunden verfolgten, machte sie einige Schritte auf das Unterholz zu, in dem Butters verschwunden war. Im Notfall würde sie in die Richtung flüchten, in die der Agent verschwunden war. Allerdings war das Gesicht, das plötzlich neben einem Baum auftauchte, ihr nicht unbekannt. »Rod, ich dachte ...« Sie machte zwei Schritte auf den Mann zu, der sich an den Baum lehnte und seine Zeigefinger vor die Lippen legte. Nur wenige Zentimeter hinter Rod tauchte der andere riesige Soldat, auf der zu Rods Team gehörte. Roderick deutete ihr, dass sie zu ihm kommen sollte. »Rod, es ist alles okay, Jayson Butters hat mich hierher gebracht.« Kopfschüttelnd sah sie auf den Mann, den sie mit ihren ständigen Schmerzensgeldklagen in den Wahnsinn getrieben hatte. »Komm her, Lyndsay.« Es war ein leises Zischen, das der Mann mit dem Dreitagebart ausstieß. »Jayson gehört zu den Guten.« Sie sprach lauter. Vielleicht hatte Rod sie nicht verstanden. »Lyndsay, komm hier rüber.« Wieder war es nur ein leises Flüstern, das sie kaum verstehen konnte. »Was ist hier los? Hatte ich mich ... Oh, Besuch.« Butters tauchte wie aus dem Nichts lautlos neben ihr auf. Rod und der andere Mann zogen sich hinter den Baum zurück, so dass sie nur noch die Läufe der Waffen und einen kleinen Teil der Körper der Soldaten sehen konnte. »Das sind Rod und ... entschuldige, ich habe deinen Namen vergessen. Sie gehören zum Team.« Lyndsay sah Butters in die Augen. Urplötzlich wurde ihr klar, dass der Mann von der CIA gelogen hatte. »Sie haben gesagt, sie haben mich zurückgelassen. Das war gelogen«, fuhr sie ihn an. Ihr Herz begann zu rasen. Warum um alles in der Welt hatte er behauptet, dass die SEALs sie zurückgelassen hatten? »Lyn, SEALs lassen nie jemanden zurück, niemals!«, rief Rod ihr aus seiner Deckung heraus zu. »Tja, Rodriguez, das wusste die Kleine wohl nicht.« Butters riss sie hart an sich und zog eine Waffe aus einem Holster, welches er an der Seite seines Oberschenkels trug, »Ich dachte, Sie arbeiten für die CIA.« Sie erschrak, als sie ihre eigenen gekreischten Worte vernahm. »Mausi, für den Hungerlohn, den man da bekommt, arbeite ich doch nicht.« Es war ein kaltes, gefühlsloses Lachen, das über ihr Ohr strich, als er sie wie ein Schutzschild vor sich schob. »Hey, Kollege, ich seh dich. Komm raus, sonst hat eure Kleine eine Kugel im Kopf. Ich weiß, nicht ob das so gut aussehen würde.« Butters drehte sich nach rechts, wo ein weiterer Soldat aus dem Gebüsch kroch. Es war Harry. Diesen Namen würde sie wohl nicht so schnell vergessen. Sie konnte diesen Mann nicht einschätzen. Auf der einen Seite teilte er ihre Begeisterung für Technik und auf der anderen schien er ein Problem mit ihr zu haben. »Was hast du mit mir vor?« Lyndsay versuchte, Jayson ins Gesicht zu sehen, aber er stand fast direkt hinter ihr und die Pistole an ihrem Kopf machte sie nervös. »Butters, was wird das? Zahlt Vasquez so gut?« Harry stellte sich gelangweilt an einen der Urwaldriesen. »Ja, ich bekomme einen Bonus, wenn die Kleine in einem Stück bei ihm ankommt. Das wird ihren Vater sicher freuen. Und wenn ich euch dann auch mitbringe, wird es sicher wie eine kleine Familienfeier. Vaquez ist nicht besonders gut auf euch zu sprechen.« Lyndsay spürte, wie sich der Druck des Pistolenlaufs an ihrem Kopf verstärkte. Er würde sie doch nicht umbringen, oder? Und was hatte ihr Vater mit der Sache zu schaffen? Ihr Puls jagte. »Was hat Dad damit zu tun?« Die Frage verließ ihre Lippen, ehe sie darüber nachgedacht hatte. »Lyndsay, halt einfach die Klappe.« Ein harter Schlag traf sie zwischen den Rippen und trieb ihr den Sauerstoff aus der Lunge. Tränen stiegen ihr in die Augen und ihr Blick auf Roderick verschwamm. »Butters.« Es war ein tiefes drohendes Brummen, das aus Rods Richtung kam und ihr das Gefühl gab, dass dieser Schlag nicht ungerächt bleiben würde. Er würde ihr helfen.

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