Sind Tote immer leichenblass? - Rezension

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Die Pathologen haben es heute nicht leicht: Angehörige von Mordopfern spazieren ständig ein und aus - da kann man ja mal nicht mal in Ruhe sein Frühstück genießen! Und immer diese nervigen Beamten, die die Ergebnisse am liebsten schon vor der Obduktion wissen wollen! Da kann man ja nur schlechte Laune und einen kalten Kaffee auf dem Sektionstisch stehen haben.

Wenn man sich so den Alltag eines Rechtsmediziners vorstellt, liegt man dank Serien wie Tatort und co mächtig daneben. Der Rechtsmediziner und vielfacher Bestsellerautor Michael Tsokos geht diesen Irrtümern in Sind Tote immer leichenblass? auf die Spur.


Denn vieles entspricht gar nicht dem Alltag oder ist nur ein Produkt der Fantasie eines Drehbuchautors, oder wusstest du, dass Pathologen und Rechtsmediziner haben nur eins gemeinsam? Ein Medizinstudium. Ebenso erhält man einen ganz außergewöhnlichen Einblick in diesen Beruf. Alleine um als Rechtsmediziner tätig sein zu dürfen, muss man mindestens 11 Jahre büffeln (nach dem Abitur) und der Arbeitsbereich gleicht einer Art Bunker, in dem man sich nur auf Mission Impossible-Art inoffiziell hinein gelangt. Aber auch mit einer Einladung ist es gar nicht so einfach. Selbst der Autor Sebastian Fitzek (gerade ist sein neuster Thriller Das Paket erschienen) wurde zuerst als Patient gehalten. Aber als Patient? Rechtsmediziner arbeiten doch nur an Toten, oder?


Fazit:
Sind Tote immer leichenblass ist mein erstes Buch von Michael Tsokos und ich habe mich königlich amüsiert! Der Autor kommentierte manche Irrtümer mit einem trockenen Humor, von dem ich gar nicht genug bekommen konnte! Ebenso merkt man sofort: hier sitzt ein Fachmann mit Erfahrung am Werk und ich würde sehr, sehr gerne einmal einen Tag dabei sein :) 


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