Buchvorstellung: Seal Team Two: Carter

14:08

Endlich ist "Seal Team Two: Carter" von Casey Stone da!!!

Kurzbeschreibung
Für seine Teammitglieder ist Carter Armstrong ein lebenslustiger Typ, der zwar Spaß an seinem Job als Navy Seal hat, aber enge Bindungen meidet. Kaum jemand weiß von seiner tragischen Vergangenheit, die er mit wechselnden Affären zu vergessen versucht. Als er jedoch bei einem Einsatz verletzt wird und eine längere Auszeit nehmen muss, stellt er fest, dass es so nicht weitergehen kann. Wird er es schaffen, wahre Liebe zuzulassen und seine persönlichen Dämonen zu überwinden?
Suche nicht nach Glück, es findet dich!

Teil 2 der Jungs vom SEAL Team Two

Meinung:
Das Cover passt perfekt zum Buch und zu Teil 1. Auch hier sind wieder die Protagonisten abgebildet und man hat so beim Lesen ein Bild vor Augen. 
Nun aber zum Buch, oder besser zu Carter. Er ist ein Weiberheld, wie er im Buche steht und lässt wirklich nichts anbrennen. Aber er ist nicht nur der Sunnyboy, er hat auch mit seiner Vergangenheit zu kämpfen, über die man nach und nach mehr erfährt. Er ist ein Protagonist mit Ecken und Kanten, was der Geschichte das gewisse etwas gibt. 
Auch in dieser Geschichte hat mich Casey wieder mit seinem humorvollen, aber auch leidenschaftlichen Schreibstil überzeugt. Er schafft es jedes mal mich  in seine Bücher abtauchen zu lassen und ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

Fazit:
Tolle Story, die alles hat, was der Leser mag. Eine Lovestory mit Drama und auch ganz viel heiße Erotik.

Alle Bücher der Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden.

Leseprobe:
Prolog
Afghanistan - mitten in der Nacht, auf irgendeinem Bergrücken
»Carter, hinter euch, Kontakt!«, schreit mir mein Kollege J. über Funk ins Ohr. Wir sichern von hier oben unsere Einheiten unten auf der Straße ab. Mein Späher, Stone, ist allein dafür verantwortlich, dass wir die Wette gegen J. und Wesley um die erste Steakrunde im Daisy’s nach unserer Rückkehr verloren haben. Auch wenn ich ahnte, dass wir keine Chance haben würden, musste ich es dennoch versuchen, immerhin sind wir deutlich näher an unseren Truppen dran. Aber gegen Campbell hatten wir keine Chance, denn er ist der wohl krasseste Sniper, den ich je erlebt habe. Und während ich mich über Kleinkram ärgere, sitzen wir in der Falle. Hinter uns raschelt es verdächtig.
»Jungs, haltet die Köpfe unten!«, warnt uns J. von der anderen Seite des Berges. Ich liege ganz ruhig da und versuche flach zu atmen, damit man uns nicht entdeckt. In Wirklichkeit weiß ich aber, dass wir in der Scheiße sitzen und am Arsch sind.
»Zwei weg, drei sind noch übrig«, ertönt es wieder. Fuck, die ballern uns hier noch die Köpfe weg, wenn wir nichts unternehmen. Trotz Tarnung haben uns die Taliban ausfindig gemacht, aber ich werde auf keinen Fall hier draufgehen. Langsam löse ich die Hände von meinem Scharfschützengewehr und drehe mich schlagartig auf den Rücken. Dabei greife ich mein M4-Gewehr. Nur wenige Meter von uns entfernt kann ich durch meine Nachtsichtbrille die drei Typen erkennen, die auf einmal anfangen rumzuballern. Bevor ich abdrücken kann, verspüre ich einen tiefen, stechenden Schmerz im rechten Bein.
»Fresst Blei, ihr Wichser!«, brülle ich los. Mit dem Finger am Abzug ziele ich auf die Typen, bis keiner von ihnen mehr steht.
»Wurdest du getroffen?«, fragt mein Späher neben mir. Er hat sein Gewehr im Anschlag und muss genauso draufgehalten haben wie ich.
»Keine Ahnung, Mann!« Allerdings ahne ich es. »Wie konnten die uns überraschen?«, will ich wissen. Einerseits, weil es mich wirklich interessiert, andererseits, weil ich in Ruhe mein Bein testen will. Bei dem Versuch, es zu belasten, zieht dieser ekelhafte Schmerz bis hoch in meine Hüfte. Sie haben mich eindeutig erwischt, so ein Dreck!
»Jungs, seid ihr okay?«, funkt man uns an. Stone steht bereits und schaut auf mich herab.
»Scheiße, Carter, du blutest!« Ich ertaste die Feuchtigkeit auf meinem rechten Oberschenkel.
»Sieh nach, ob da noch mehr sind, ich komme schon klar«, knurre ich angepisst. Ist nicht das erste Mal, dass ich getroffen wurde, nur dieses Mal fühlt es sich richtig beschissen an.
»Sauber«, informiert mich Stone. Er schnappt sich seinen Rucksack und holt den kleinen Sani-Kasten heraus, den jeder von uns immer bei sich hat. Ich befürchte nur, dass das nicht reichen wird. Alles dreht sich, und mir ist schwindelig, weshalb ich mich flach auf den Boden lege.
»Carter hat es übel erwischt, wir brauchen sofort einen Blacky«, funkt mein Späher zu unseren Kollegen. Der Black Hawk oder Blacky, wie wir ihn nennen, sollte Dampf machen, ich habe meine Tage und verliere hier meinen kostbaren Lebenssaft.
»Hiergeblieben, Carter, du hast noch nicht die Erlaubnis, dich zu verpissen!«
»Leck mich, Penner! Geht es unseren Jungs gut?«
»Hab dich auch lieb, Schatz«, flachst mein Späher. »Alle safe, mach dir keinen Kopf. Jetzt holen wir dich erstmal hier heraus. Wenn du das nächste Mal Urlaub willst, musst du einfach nur was sagen, dann kann ich dir auch aufs Maul hauen. Wäre der kurze Dienstweg, und wir müssten uns hier draußen nicht den Arsch abfrieren.« Wenn es um die Sprüche geht, die wir uns gegenseitig um die Ohren hauen, nimmt sich keiner von uns was. Seal-Humor ist trocken und manchmal schwarz wie die Nacht, oder so schwarz, wie mir gerade vor Augen wird.


Carter Armstrong
Seattle
In Afghanistan habe ich nichts mehr mitbekommen. Die haben mich so voller Drogen gepumpt, dass ich erst im Pacific Medical Center First Hill – Station der US-Streitkräfte – wieder klar denken konnte und begriff, dass ich zu Hause bin. Die Jungs hatten alles im Griff, sagte zumindest mein Späher. Nachdem sie mich in Sicherheit gebracht hatten, konnten sie ihre Mission erfolgreich beenden. Allerdings wurmt mich, dass ich nicht bis zum Schluss dabei sein konnte. Wie gerne hätte ich noch ein paar Ärsche aufgerissen.
Laut den Ärzten hätte ich großes Glück gehabt. Eine der drei Kugeln, die in meinem rechten Bein steckten, hatte eine Hauptarterie zerfetzt, wodurch ich viel Blut verloren hatte und mir deshalb etwas komisch gewesen war. Zwangsurlaub ist scheiße, und doch bin irgendwie froh, dass ich wieder zurück bin, weil mir etwas gefehlt hat. Die Schwestern meinten, dass jemand kurz nach meiner Einlieferung hier gewesen war und nach mir hatte sehen wollen. An diesem Tag war ich aber von der Operation noch völlig weggetreten gewesen. Das muss gestern oder so gewesen sein.
Ohne ein Klopfen geht augenblicklich die Tür meines Zimmers auf. Eine Krankenschwester mit langen, blonden Haaren tritt ein und lächelt mich an. Oh Baby, dich hätte ich gerne schon zum Frühstück vernascht, denke ich beim Anblick dieser geilen Figur und ihren prallen Möpsen. Seit wann sind die Schwesternoutfits so sexy? Ihre Lippen sind voll, und sie hat strahlend blaue Augen.
»Mr. Armstrong, da ist Besuch für Sie«, informiert sie mich zart lächelnd.
»Ihre Schwester kommt mich besuchen?«
»Scherzkeks, Ihnen geht es offensichtlich schon wieder besser, das freut mich. Soll ich die Dame hereinlassen?«
»Kommt darauf an, wer es ist.« Während sie am Tropf herumhantiert, der neben dem Bett steht, schaue ich ihr auf die geilen Titten. Zwischen meinen Beinen zuckt es, ich hatte schon zu lange keinen Sex mehr.
»Sie war gestern schon einmal da; ich glaube, es ist ihre Freundin«, erwidert die Schwester und zwinkert mir zu.
»Ich weiß gar nicht mehr, wie sie aussieht«, scherze ich. Natürlich weiß ich, wie Vicki aussieht. Dieses heiße Häschen habe ich damals bei J.s Hausbesichtigung kennengelernt. Sie ließ sich gerade scheiden und verkaufte meinem Kumpel ihr Haus.
Die Krankenschwester geht und lässt die Tür offen. Ein paar Augenblicke später steht Vicki mit besorgtem Gesichtsausdruck vor mir.
»Carter, was machst du nur?« Ihre ersten Worte klingen sehr vorwurfsvoll. Ich strecke eine Hand nach ihr aus, die sie ergreift und mit beiden Händen festhält.
»Berufsrisiko, kann passieren, Honey. Ich bin hier und lebe noch. Jetzt komm endlich her und nimm mich in die Arme«, bitte ich sie. Mühsam versuche ich hochzukommen, um sie an mich zu ziehen.
»Bleib liegen, du musst dich ausruhen.«
»Vicki, ich ruhe mich schon den ganzen Tag aus, und mir ist todlangweilig!« Der Schmerz im rechten Bein ist deutlich zu spüren, verdammter Mist. Genervt gebe ich auf und bleibe mit meinem Arsch, wo ich bin.
»Okay, du hast gewonnen. Bekomme ich wenigstens einen Kuss?« Sie ziert sich, und ich weiß nicht, warum. Seit wir uns kennengelernt haben, ging es bei uns immer nur um Sex und einen gewissen Zeitvertreib, aber gerade jetzt wünsche ich mir etwas mehr.
»Du machst mir Sorgen«, meint sie stattdessen.
»Es ist passiert, und ich kann es nicht ändern, Vicki. Die Ärzte haben mich zusammengeflickt und sind zuversichtlich. In einer Woche bin ich hier wieder raus und dann kann ich dich wieder durchs Schlafzimmer scheuchen.« Ihre Reaktion lässt auf sich warten, irgendetwas stimmt nicht. Sosehr ich mich auch bemühe, sie zum Lachen zu bringen, was sonst immer klappt, heute funktioniert es nicht. Nachdem sie meine Hand losgelassen hat, geht sie auf die andere Seite des Bettes und schaut aus dem Fenster.
»Was ist los, Honey? Du bist doch nicht so geknickt, weil ich hier verletzt herumliege. Rede mit mir«, fordere ich sie auf.
»Es tut mir leid!« Was auch immer sie damit meint, es kann nichts Gutes sein. Könnte ich aufstehen, würde ich erst meine Arme um sie legen und wüsste dann, was zu tun wäre. So lasse ich ihr noch etwas Zeit.
»Ich habe mit meinem Exmann geschlafen«, beichtet sie letztendlich. Ich hebe eine Augenbraue und warte darauf, dass sie mich anschaut. Doch sie ignoriert mich, starrt stur aus dem Fenster und meidet den direkten Blickkontakt.
»Vicki, ich möchte dich etwas fragen und bitte dich, mich dabei anzusehen.«
»Ich kann nicht, Carter, ich habe einen Fehler gemacht.« »Meinst du?«»Ja, es war falsch und ich kann es nicht länger
verheimlichen.« Früher oder später hätte ich es herausbekommen, weil Vicki sich gerne mal verplappert und somit selten Geheimnisse bewahren kann. Schließlich rede ich so lange auf sie ein, bis sie zu mir kommt und ich Tränen in ihren Augen erkennen kann.
»Honey, wir haben nie gesagt, dass wir zusammen sind. Alles, was wir hatten, war geiler Sex und Spaß. Wo genau ist jetzt dein Problem?«, erkundige ich mich. Behutsam streichele ich ihr durchs Haar und über ihre Wangen. Mir ist bewusst, dass wir nicht mehr haben können. Dafür hängt sie zu sehr an ihrem alten Leben, was mir oft genug aufgefallen war. Der Sex mit ihr ist gut, und doch weiß ich aus Erfahrung, dass ich nichts erzwingen kann. Ehrlich gesagt bin ich dafür auch zu
sehr Lebemann, habe meinen Spaß und binde mich nicht gern. Ich könnte ewig mit ihr so weitermachen wie die vergangenen Wochen und Monate, doch irgendwann kommt bei jeder Frau der Punkt, an dem sie mehr will oder aufgibt. Hier ist das Problem ein anderes, und dummerweise kenne ich ihren Exmann, weil wir in der Vergangenheit das ein oder andere Mal aneinandergeraten waren.
»Hey, ich bin ganz ruhig und ich werde mit Sicherheit nicht weglaufen«, scherze ich. Ihre Mundwinkel bewegen sich leicht nach oben.
»Es ist nicht fair, Carter! Du bist ein toller Kerl, und ich mag dich, aber ich bin ständig nur hin- und hergerissen. Das macht mich fertig.«
»Psst, komm endlich her und lass dich drücken.« Schon beim Abflug nach Afghanistan vor zwei Wochen ahnte ich etwas. Sie war anders als sonst, aber erst nach einem Termin bei ihrem Anwalt.
»Kann J. sein Haus behalten«, frage ich.
»Natürlich, ich habe es ihm verkauft. Wie kommst du denn darauf?«
»Keine Ahnung, war nur so ein Gefühl. Was wird jetzt aus uns?«
»Ich kann dir diese Frage nicht beantworten. In letzter Zeit habe ich so viel um die Ohren, dass ich mir manchmal wünsche, es wäre alles anders gekommen.« Vicki spricht selten über Dinge, die sie bewegen, aber wenn sie es tut, habe ich immer das Gefühl, dass sie ehrlich zu mir ist. Es würde uns beiden auch überhaupt nichts bringen, um den heißen Brei
herumzureden. Trotzdem war sie die erste Frau, der ich meine volle Aufmerksamkeit schenkte. Vorher war ich nach Lust und Laune durch die Betten gesprungen und hatte meistens gleich zwei am Start.
»Willst du Zeit für dich?«
»Ich kann dich nicht alleinlassen, Carter, du hast sonst niemanden!« Danke für die Erinnerung, aber ich bin alt genug. »Das ist Blödsinn, und das weißt du! Ich komme sehr gut allein zurecht«, lüge ich. Sie hat recht. Mum und Dad sind nicht mehr da, und als Einzelkind brauche ich auf keine
Geschwister zu warten.»Im Moment kannst du nicht laufen. Wie willst du nach
Hause kommen?«»Mit dem Taxi.«»Wer versorgt dich?«»Vicki, jetzt entspann dich! Warum machst du dir so große
Sorgen?« Traurig schaut sie mich an, und ich werde das Gefühl nicht los, dass es zwischen uns aus ist.
»Ich weiß nicht, was ich tun soll, Carter, aber ich will dir nicht wehtun.«
»Geh nach Hause, zurück in dein altes Leben«, sage ich leise. Wenn sie schon hin- und hergerissen ist, dann werde ich diesen Kampf verlieren. Ich habe keine Ahnung, wie lange sie verheiratet war, weil wir nie darüber gesprochen haben. Mir ist nur klar, dass ich bei solchen Situationen den Kürzeren ziehe. Woher ich das so genau weiß? Eindeutig zu viel Erfahrung mit verheirateten Frauen.
»Du wirst mich hassen, nicht wahr?«
»Niemals, Vicki! Wir hatten eine geile Zeit zusammen. Aber ich werde deinen heißen Körper vermissen, genauso wie deine gierige Pussy.« Spaßhaft boxt sie mir auf den Oberarm und grinst.
»Autsch!«, scherze ich amüsiert, obwohl mir nach Heulen zumute ist.
»Es tut mir ehrlich leid, und ich hoffe, dass du mir nicht böse bist.«
»Leb dein Leben, Honey. Wenn er dir wehtut, komme ich vorbei und hau ihm aufs Maul, das darfst du ihm gerne ausrichten.« Sie schüttelt den Kopf und beugt sich vor, um mich sanft auf die Stirn zu küssen.
»Du bist ein Traum, Carter Armstrong, und ich wünsche dir, dass du einen Menschen findest, der dich bedingungslos liebt. Es tut mir in der Seele weh, aber es geht nicht anders, verzeih mir bitte.« Alles, was ich wollte, ist Ehrlichkeit und die kann auch wehtun, wie ich gerade feststelle.
»Schon okay, vielleicht laufen wir uns ja mal wieder über den Weg oder teilen uns ein Bett«, winke ich ab. »Schick mir eine deiner Freundinnen vorbei. Die sind zwar nicht so heiß wie du, aber vielleicht hat jemand Lust auf etwas Spaß mit einem fußlahmen Seal.«
»Du und dein Humor! Ich kümmere mich darum. Pass auf dich auf, Süßer.«
»Werde ich, Vicki, und jetzt geh endlich, du machst es dir nur schwerer, als es ohnehin schon ist.« Als sie sich von mir löst, laufen Tränen über ihre Wangen. Das Leben kann scheiße kompliziert sein!
An der Tür dreht sie sich noch einmal um und versucht zu lächeln. Der Blick, den sie mir zuwirft, versetzt mir einen Stich mitten ins Herz. Vermutlich war sie doch mehr als nur eine Gespielin für mich. Nachdem sie gegangen ist, schaue ich aus dem Fenster und denke nach. Wir hatten Spaß, verdammt viel Spaß, und wirklich heißen Sex. Vielleicht sollte ich mir jemanden suchen, der frei ist und keine Altlasten mit sich herumschleppt. Auf Dauer wird es sonst irgendwann anstrengend, wenn ich ständig von vorne anfangen muss.

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