Interview mit Marcel Duval

06:00

Ich habe mal wieder eine Gay-Autor bei mir auf dem Sofa. Macel Duval hat sich bereit erklärt mir meine Fragen zu beantworten.

Astrid: Hallo Marcel! Ich freue mich dich hier begrüßen und interviewen zu dürfen!

Marcel: Hallo und vielen Dank für die Einladung. Mein erstes Interview, ich fühle mich sehr geschmeichelt und bin etwas nervös.

Astrid: Könntest du dich unseren Leserinnen und Lesern kurz vorstellen?

Marcel: Also ich habe vor kurzem die 25 geschrammt, bin ein echter Bayer, hier geboren und aufgewachsen. Jo, i red a so! Schwul, Single und Student.
Hin und wieder zieh ich mich gern zurück, bin dann gerne mal allein, ich geh aber auch oft mir Freunden weg, wobei es ab und an auch spät wird.

Astrid: Schreibst du Hauptberuflich als Autor oder hast du noch einen Brotjob?

Marcel: Nein, die Schreiberei ist für mich ein Hobby. Es macht mir unheimlichen Spaß meine diversen Fantasien, oder auch bereits Erlebtes zu Papier zu bringen. Ich arbeite an den Wochenenden als Kellner und werde von meinen Eltern unterstützt. Man könnte sagen, das Brot bezahlen Mama & Papa, die Butter verdiene ich mir selbst.

Astrid: Wie sieht dein Alltag aus?

Marcel: Mein Alltag? Hm, so etwas wie eine Routine gibt es bei mir nicht. Ich bin ein Chaot und Träumer ohne regelmäßige Abläufe. Mir fällt es schwer pünktlich zu sein und ich lasse mich nur ungern in Schemen pressen. Wenn du mit der Frage auf das Schreiben abzielst, da gibt es keine Regelmäßigkeit. Ich schreibe, wenn mich die Muse küsst. Das ist manchmal zwei Wochen lang jeden Tag und dann wieder ein Monat lang gar nicht.

Astrid: Was magst du, was magst du gar nicht und was ist dir wichtig?

Marcel: Ich bin gern offen, einfach so wie ich bin, und hasse es, mich verstellen zu müssen. In der heutigen Gesellschaft ist es wichtig sich immer anzupassen, um es möglichst allen recht zu machen, davon halte ich nichts. Es ist mir wichtig, ich selbst sein zu können. Was ich gar nicht mag: Neid und Eifersucht, ist mir extrem zuwider.

Astrid: War es schon immer der Plan gewesen zu schreiben oder bist du auf Umwegen dazu gekommen? Was war der springende Moment dafür zu sagen: "Jetzt will ich es veröffentlichen!"?

Marcel: Das hat sich zufällig ergeben. Ich finde das Schreiben sehr entspannend und habe ab und an ganz kurze Storys auf diversen Plattformen gepostet. Die kamen auch recht gut an.
Durch einen Freund habe ich über Möglichkeiten wie Amazon und Bookrix erfahren. Also dachte ich mir, probiere es doch einfach aus.
Bei meiner ersten Veröffentlichung ging dann vieles schief. Ich musste mir so einiges anhören und hätte mich beinahe vergraulen lassen. Dem Verleger Björn Davids von X-Scandal Books, den ich mittlerweile sehr schätze, verdanke ich es, dass ich weiter gemacht habe.

Astrid: Unterstützen dich deine Familie und Freunde, oder wissen die gar nicht dass du schreibst?

Marcel: Hm, wer meine Bücher kennt, kann sich vermutlich vorstellen, dass man das nicht seiner Mutter zum Lesen gibt. Auch in meinem Freundeskreis habe ich es bisher niemandem erzählt.


Astrid: Wenn du gerade mal kein Buch in der Hand hältst oder eins schreibst, wo und wie erlebt man dich dann?

Marcel: Im Fitnessstudio, beim Laufen, einfach faul auf der Couch oder mit Freunden unterwegs.

Astrid: Welche 3 Sachen und welche 3 Bücher würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Marcel: iPod, Vergrößerungsglas, Essen. Hm, das ist nicht einfach zu beantworten. Harry Potter, Herr der Ringe und Der Graf von Monte Christo

Astrid: Hast du ein Idol? Wenn ja, wen und wieso?

Marcel: Allgemein natürlich, da gibt es einige Menschen, von denen ich denke, so wäre ich auch gerne. Allen voran mein Vater. Beim Schreiben weniger. Es gibt natürlich den einen oder anderen, dessen Stil ich mag, aber in erster Linie bin ich ich und möchte da niemandem hinterhereifern.

Astrid: Welchen berühmten Autor/in würdest du gerne mal zum Essen einladen?

Marcel: Agatha Christie (ja ich weiß, sie ist tot)

Astrid: Eine klassische Fangfrage: bist du der eBook- oder Print-Fan?

Marcel: E-Book, ganz klar. Alles was keinen Staub ansetzt ist mein Freund.

Astrid: Welche Entwicklung wünscht du dir bei Ebooks?

Marcel: Darüber habe ich noch nie wirklich nachgedacht. Es wäre schön, wenn Amazon den Markt nicht so sehr dominieren würde und man als Autor auch noch andere Alternativen bekäme.

Astrid: Welche Entwicklung bei Ebooks hat dich am meisten enttäuscht?

Marcel: Die allgemeine Klauerei. Damit meine ich die Piratenplattformen, meine Bücher kosten weniger als eine Schachtel Zigaretten, selbst ich als Student kann mir das leisten.

Astrid: Wenn eines deiner Bücher verfilmt würde, wer sollte die Hauptrollen spielen?

Marcel: Der Kanadier Stephen Amell.

Astrid: Erzähl uns doch bitte etwas über dein aktuelles Buch.

Marcel: Also mein letztes und somit aktuelles Buch war „Mike´sDesire“. Eine Auskoppelung aus meinem ersten Buch „Toy – Boy Diaries“. Mike spielt in meinem ersten Buch nur eine Nebenrolle.
Eine sehr liebe Leserin und mittlerweile gute Freundin schrieb mich an und meinte, dass sie eigentlich schon gerne mehr über diesen „Mike“ erfahren hätte. Die Idee ihm mehr Leben
einzuhauchen gefiel mir und drei Monate später ging „Mike´sDesire“ an den Start.

Astrid: Woher kommen die Ideen für deine Geschichten?

Marcel: Sie entspringen meiner Fantasie, ich bin unglaublich kreativ, es ist ein Fass ohne Boden. Natürlich fließen auch
Erlebnisse mit ein.

Astrid: Wie viel von dir steckt in deinen Protagonisten?

Marcel: Als Autor bin ich der Protagonist, ich erwecke ihn zum Leben. Ob der jetzt böse ist oder nicht. Wie viel man selbst davon im realen Leben verkörpert, ist eine andere Sache. Aber ich denke, es ist gut, wenn man über Dinge schreibt, mit denen man Erfahrung hat.
Ein Kind von Traurigkeit bin ich definitiv nicht.

Astrid: Mit welchem deiner Protagonisten würdest du gerne einen Tag verbringen?

Marcel: Wer meine Bücher und mich kennt, weiß, dass ich mich wohl eher weniger auf einen beschränken würde, die optimale Kombination wären wohl Ian und Mike.

Astrid: Wie lange brauchst du für eine Geschichten - vom ersten Satz bis zur Endfassung?

Marcel: Das ist schwer zu sagen. Es gibt Tage, da tippe ich wie ein Irrer und vergesse darüber sogar zu essen. Am nächsten Tag sehe ich dann, dass ich gestern 5000 Worte geschrieben habe und bin über mich selbst erstaunt. Dann habe ich oft ein oder zwei Wochen, wo ich gar nichts schreibe.

Astrid: Gibt es beim Schreiben etwas, worauf du sehr großen Wert legst? Vielleicht eine Tradition oder Aussage?

Marcel: Ruhe. Am liebsten schreibe ich nachts. Fernseher, Radio etc. muss alles ausgeschaltet sein.

Astrid: Wie wichtig sind Rezensionen für dich?

Marcel: Klar freut man sich über gute Rezensionen, wer tut das nicht. Mit den schlechten ist das immer so eine Sache. Gerechtfertigt und objektiv finde ich sie okay, das sind die schlechten allerdings nur selten. In manchen spiegelt sich der Frust ihres Verfassers sehr deutlich wider. Letztlich entscheidet der Käufer nach dem Gesamtergebnis.
Konstruktive Kritik wäre besser und hilfreicher, daraus kann sich durchaus etwas Positives ergeben. „Toy-Boy Diaries“ beispielsweise, habe ich nach einer Rezension (4 Sterne) noch einmal überarbeitet. Anschließend wurde es neu lektoriert und korrigiert.

Astrid: Wie gehst du mit negativen Kritiken um?

Marcel: Wie bereits oben erwähnt, wenn sie gerechtfertigt ist, mache ich mir darüber Gedanken. Wenn es sich um eine subjektive Meinung handelt, dann darf er oder sie, diese auch gerne haben. Allerdings werde ich meinen Stil oder Ausdrucksweise nicht ändern, weil sie jemandem nicht gefällt.
Wie ich damit umgehe? Ich nehme sie an und arbeite/ändere das Problem, wenn es gerechtfertigt ist. Anderenfalls streiche ich sie und denke nicht mehr darüber nach. Schade um die Zeit.

Astrid: Was ist als nächstes geplant und gibt es vielleicht sogar einen kleinen Tipp ;) ?

Marcel: Aha. Ja, ein wenig kann ich darüber sicher plaudern. Voraussichtlicher Erscheinungstermin wird März 2016 sein. Wie alle meine Bücher wird es sehr erotisch. Auch die Spannung kommt darin nicht zu kurz. Es wird definitiv nichts für Romantiker. Es geht um Spielereien, Fantasien, die zwei junge Männer unabhängig voneinander teilen. Sie finden sich zufällig im Internet und beschließen einander zu helfen. Eine Art friendswith „sehr speziellen“ benefits.

Astrid: Vielen Dank für dieses Interview Marcel! Wir freuen uns schon mehr von dir zu hören <3

Marcel: Vielen Dank für die Einladung und weiterhin so viel Erfolg mit eurem Blog.

Astrid: Danke <3


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