Interview mit Marc Weiherhof

20:11

Heute dürfen wir den sehr sympatischen schweizer Autor Marc Weierhof vorstellen!

Rezensionen zu seinen Büchern Der Bosporus-Kurier und Zivilschutzhorror findet ihr hier auf dem Blog!

Hallo Marc Weiherhof! Wir freuen uns dich hier zu begrüßen und interviewen zu dürfen!

MW: Danke, dass ihr an mich gedacht habt und mir diese einmalige Gelegenheit ermöglicht. Ich freue mich hier zu sein.

Könntest du dich unseren Leserinnen und Lesern kurz vorstellen?

MW: Ich bin noch knapp unter 30, lebe in der Schweiz, bin ein Katzennarr und schreibe seit einem Jahr schwule Literatur, also Bücher mit schwulen Protagonisten. Meine Genres sind Thriller, Crime und Erotik. Meine Bücher sollen die Leserinnen fesseln und sie auf eine abenteuerliche Reise mitnehmen. Diesen Nervenkitzel kombiniere ich mit einer Brise Homoerotik – eine gelungene Kombination, wie ich finde.

War es schon immer der Plan gewesen zu schreiben oder bist du auf Umwegen dazu gekommen? Was war der springende Moment dafür zu sagen: "Jetzt will ich es veröffentlichen!"?

MW: Ich habe schon immer gerne geschrieben. Aber mit Zeitdruck in der Schule? Keine Chance. Später wusste ich nie, über was ich schreiben sollte, hatte keine Idee, keine Inspiration. Eines schönen Tages vor ungefähr zwei Jahren bin ich auf einen schwulen Thriller in englischer Sprache gestoßen. Dieses Buch hat mich so gepackt und fasziniert, dass ich wusste: Dass will ich auch machen! Also habe ich in die Tasten gehauen und ein paar Monate später kam ‚Das Vermächtnis des Unbekannten‘ in die Läden. Naja, ganz so einfach war es dann auch wieder nicht.

Wenn du gerade mal kein Buch in der Hand hältst oder eins schreibst, wo und wie erlebt man dich dann?

MW: Ich bin ein künstlerischer Typ. Ich zeichne gerne, töpfere, koche, fotografiere und schreibe. Das ist mein Ausgleich zum stressigen Büroalltag. Ich liebe Tiere. Unsere beiden Stubentiger werden verwöhnt was das Zeug hält. Seit 13 Jahren lebe ich in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft, vor drei Jahren haben wir uns offiziell ‚eintragen‘ lassen. Wir reisen sehr gerne und lieben es, neue Länder, Kulturen und Sitten zu entdecken.

Hast du ein Idol? Wenn ja, wen und wieso?

MW: Meine Eltern sind meine Idole. Sie haben mir gezeigt, was wirklich wichtig ist im Leben … und das ist: Liebe, Geborgenheit und Zufriedenheit. Ich lerne noch täglich von ihnen und bin sehr dankbar, für unsere tiefe Verbundenheit und ihre uneingeschränkte Unterstützung.

Eine klassische Fangfrage: bist du der eBook- oder Print-Fan?

MW: Was ist daran eine Fangfrage? Zum Lesen und aus Platzgründen entscheide ich mich ganz klar für das E-Book! Ich meine: 100 Bücher auf einem kleinen Gerät? Genial. ABER: Als Autor gibt es nichts Schöneres, als das eigene Buch als Printausgabe in den Händen zu halten! Mein Traum wäre ja ein Hardcover, aber dafür müssen meine Bücher noch ein bisschen seitenreicher werden.

Erzähl uns doch bitte etwas über dein aktuelles Buch.

MW: ‚Der Bosporus-Kurier‘ ist das erste Buch, das ich im Selbstverlag veröffentlicht habe. Von der Covergestaltung über den Buchsatz bis zur Auswahl des geeigneten Veröffentlichungspartners und der Lektorin, habe ich alles selber gemacht. Das war eine ganz spezielle Erfahrung und hat mich gefordert aber auch weitergebracht. Es geht darin um den schwulen Sebastian, der bei der Ausreise aus der Türkei verhaftet wird. Drogenbesitz. Er und Fabian müssen Schikane und Folter erdulden, bevor sie endlich freikommen. Auf ihrem Weg finden sie Liebe, kämpfen gegen einen skrupellosen Gefängniswärter und einen brutalen Drogenring.

Wie lange hast du dafür gebraucht - vom ersten Satz bis zur Endfassung.

MW: Hm … so genau kann ich das eigentlich gar nicht beantworten. Ich schreibe meistens an mehreren Bücher gleichzeitig, habe bereits wieder ein Projekt angefangen, bevor das erste veröffentlicht wurde. Multitasking ist also auch bei Männern möglich! Ich schätze mal: 1 Jahr. Ich schreibe es immer wieder um, verlängere, kürze. Die Sätze müssen perfekt sein und doch findet die geschätzte Lektorin Sachen, die sie noch ändern würde. Ihr seht also: Es ist nicht einfach!

Beim Schreiben: gibt es da etwas, worauf du sehr großen Wert legst? Vielleicht eine Tradition oder Aussage?

MW: Es ist mir wichtig, dass die homoerotischen Szenen gefühlvoll und schön geschrieben sind und dass sie die Story nicht beherrschen – es soll ein Einstreuen sinnlicher Momente sein. Meistens beginne ich mit dem Prolog und baue die Geschichte dann um dieses einleitende Kapitel auf. Das heißt, ich weiß schon am Anfang, wie die Geschichte verlaufen soll, dann schnappe ich mir einen der spannendsten Teile und stelle ihn an den Anfang, um die Leserinnen darauf einzuschwören und zu zeigen, um was es im Buch geht. Ein Paukenschlag am Anfang, der während der Geschichte eingeholt oder erklärt wird.

Was ist als nächstes geplant und gibt es vielleicht sogar einen kleinen Tipp ;) ?

MW: Mein neues Buch – mit dem Titel: Injection: Wettlauf gegen die Zeit – erscheint in Kürze beim MAIN Verlag. Es handelt sich um meinen vierten Homothriller. Es geht darin um einen schwulen Familienvater, der die einmalige Gelegenheit erhält, in einem renommierten Forschungsinstitut an einem Heilmittel zu forschen. Eine Bioterrorismusorganisation will diese Forschung in ihren Besitz bringen und infiziert den kleinen Jungen des schwulen Paares mit einem heimtückischen Virus. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Injection vereint Nervenkitzel mit Erotik und Gefühlen.

Vielen Dank für dieses Interview Marc Weiherhof! Wir freuen uns schon mehr von dir zu höre
n <3

MW: Ich danke euch für das Interesse! ♥



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