Schantall, tu ma die Omma winken! - Rezension

21:00

Infos: 

Autor: Kai Twilfer
Verlag: Schwarzkopf 
Bindung: Taschenbuch
ISBN: 978-3862652198
Seiten: 228
Preis: 9,95 Euro


Klappentext:

Selbstlose Sozialarbeit mit Menschen, die in gesellschaftliche Schieflage geraten sind, ist etwas Ehrenwertes. Der Sozialarbeiter Jochen könnte die meisten seiner sehr speziellen »Kunden« allerdings zum Mond schießen. Unfreiwillig von der beschaulichen Kulturbehörde einer Kleinstadt in den Sozialdienst versetzt, wird Jochen direkt mit dem Härtefall der Unterschichtfamilie Pröllmann konfrontiert. Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit in der Welt der Sonnenbänke und Glitzer-Handys fängt Jochen an, die Familie nebst Tochter Schantall in sein Herz zu schließen. Trotzdem muss er sich gelegentlich Luft machen, um Schantall, Tschastin und Co ertragen zu können. In dieser satirischen Abrechnung zeichnet Jochen schonungslos die Kuriositäten im Leben einer bildungsfernen Familie nach. Egal ob Kindergeburtstage bei McDoof, Dosensektpartys in Lloret de Mar oder erzwungene Kirmesbesuche mit der kompletten Sippschaft- Jochen ist nun Teil des Ganzen. Während sein ambitionierter Plan, Niveau in die Welt der Unterschicht zu bekommen, zum Scheitern verurteilt scheint, stellt sich ihm aus der Nähe betrachtet die Frage, ob nicht bereits ein bisschen »Schantall« in jedem von uns steckt.

Meinung:

Sowohl das Cover als auch der Titel sprechen für sich: jeder, der ein Problem mit Klischees hat, soll sich bitte jetzt umdrehen.
Schantall, tu ma die Omma winken! ist nicht gespickt von massenhaften Klischees, wie man vielleicht vermuten kann. Twilfer hat einen guten Grad gefunden, der zusammen mit seinem lockeren Schreibstil, angenehm zu lesen ist.
Ich persönlich konnte das Buch nicht in einem Rutsch lesen, dafür war es mir dann doch zuviel, aber für zwischendurch eignet es sich hervorragend und ein Schmunzeln, oder sogar ein Lachen kann man sich bei dieser Geschichte nicht verkneifen.Am meisten hat mir gefallen, dass man mit diesem Buch einen anderen Blickwinkel auf das Leben bekommt. Es regt zum Nachdenken an. Twilfer hat keine negative Einstellung gegenüber Menschen wie der Familie Pröllmann, womit der Leser seine ganz eigene Meinung bilden kann, ohne beeinflusst zu werden. 

Man darf Schantall, tu ma die Omma winken! nicht zu ernst nehmen, doch völlig abwegig ist das Leben der Familie Pröllmann nicht. In jedem Klischee steckt auch ein wenig Wahrheit dahinter. Somit stellt sich die Frage, wie viel "Schantall" steckt in uns und es ist eine sehr gute Frage!


Fazit:

Wer seinen Klischee-Moment hat und das Leben aus einem anderen Blickwinkel sehen möchte, kann mit Schantall, tu ma die Omma winken! nicht viel falsch machen. Es liest sich flüssig und ist definitiv interessant.

Wie viel Schantall steckt in dir? 

- eure Jasmin <3

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