Kalevala - Rezension

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Infos:

Herausgeber: Tilman Spreckelsen / Kat Menschik
Bindung: gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-86971-099-0
Seiten: 208
Preis: 24,99 Euro


Klappentext:

Nach dem isländischen Mordbrand von Örnolfsdalur erscheint jetzt die zweite meisterlichen Nacherzählung von Tilman Spreckelsen, prächtig illustriert von Kat Menschik: Kalevala, das finnische Nationalepos. 1828 zieht ein junger Finne namens Elias Lönnrot in die entlegenen karelischen Wald-, Sumpf- und Seengebiete aus, um dort die Weisen der berühmten Kantele-Sänger (eine Art Mischung aus Dorfweisen, Schamanen und Musikern) zu sammeln. Insgesamt wird er elf Reisen unternehmen und zu Fuß, auf Skiern oder rudernd ca. 20.000 Kilometer zurücklegen; er sammelt dabei 65.000 Verse. Lönnrot war überzeugt, dass all diese Lieder einst ein großes zusammenhängendes Epos waren, und setzte die Lieder zusammen … Dem phantastischen Langgedicht, das dabei entstand, und das von der Rivalität eines Nordreiches namens Pohjola gegen den Süden berichtet, von Weltentstehung, Zauberern, Sängern, Brautfahrten, Zaubermühlen und sagenhaftem Reichtum, gab er den Namen Kalevala. Mit dem Kalevala legte Lönnrot den Grundstein für die finnische Literatur, seine Figuren sind Volksmythen und wurden im ehemals russisch besetzten Finnland gar zu Leitbildern des Unabhängigkeitskampfes. Phantastik-Literaten wie Tolkien, Komponisten wie Sibelius und selbst die Donald-Duck- Zeichner (Die Jagd nach der Goldmühle) ließen sich davon inspirieren. Tilman Spreckelsen und Kat Menschik reisten im Jahre 2011 auf Elias Lönnrots Spuren nach Finnland und in die unwegsamen Regionen des heutzutage wieder russischen Karelien. Jetzt erzählt Tilman Spreckelsen das Kalevala (und Elias Lönnrots Suche nach ihm) in Prosa nach, und Kat Menschik versieht dieses Feuerwerk phantastischer Geschichten mit grandiosen Illustrationen.

Meinung:

Am Anfang war ich skeptisch Kalevala gegenüber, denn einmal hatte ich vor einiger Zeit in eine alte Version hinein geschnuppert. Die war weder verständlichen, noch interessant - zum Einschlafen! Doch das Cover von Kat Menschik - in der deutschen Übersetzung von The Graphic Canon 1 illustrierte Menschik als Bonus das Nibelungenlied - hat mich fast schon magisch angezogen und so habe ich mir der Nacherzählung einen Ruck gegeben.
Ich bin froh, dass ich mich erneut an diese Sage gewagt habe, denn ich wurde nicht enttäuscht! Diese Nacherzählung ist alles andere als langweilig und kann sich definitiv sehen lassen! Witzig, erfrischend und sowohl der Stil der Illustratorin, als auch ihre Werke harmonieren wundervoll zur Stimmung der Geschichte.


Fazit: 

Für alle, die Kalevala (die alte Version) schon mal gelesen haben und sich noch nicht so sicher sind, oder es denen nicht so recht gefallen hatte: lest die Nacherzählung von Tilman Spreckelsen! Wer schon, wie ich, ein Fan der Illustratorin Kat Menschik ist, muss sich dieses Buch gönnen ;)
Diese Saga eignet sich für alle Epos- und Finnland-Fans!

- eure Jasmin <3

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